Der Elephant Mountain (象山 / Xiangshan) gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Taipehs und bietet eine der beeindruckendsten Aussichten auf die Skyline der Stadt mit dem Taipei 101.
Die kurze, aber steile Wanderung führt dich über Stufen mitten aus der Stadt hinauf auf einen grünen Hügel.
Die Strecke ist etwa 2,2 Kilometer lang, der Aufstieg beträgt rund 200 Höhenmeter. Je nach Kondition und Fotostopps dauert die Tour zwischen 30 und 90 Minuten. Ob frühmorgens, bei Sonnenuntergang oder nachts – der Blick über die Lichter der Stadt ist jedes Mal atemberaubend.
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Wenn du möglichst nah an der Wanderung bleiben möchtest, sind folgende Hotels ideal gelegen:
Der Startpunkt der Wanderung (Xiangshan Trailhead, wir haben ihn dir in der Karte oben markiert) liegt direkt neben dem Lingyun-Tempel (靈雲宮), im Stadtteil Xinyi.
Am einfachsten erreichst du ihn mit der MRT (rote Linie) bis Station Xiangshan (象山站), Endstation der Linie.
Verlasse die Station durch Ausgang 2, spaziere durch den Xiangshan Park, und nach etwa zehn Minuten stehst du bereits am Trailhead (Adresse: Xinyi Rd., Lane 150, Alley 342).
Je nachdem, wo du deine Unterkunft hast, fahren auch einige Busse in die Nähe des Startpunkts.
Wir haben uns auf dem Weg zum Start der Wanderung in Cafés und Convenience Stores, die meist rund um die Uhr geöffnet haben (z.B. 7-Eleven, Family Mart) mit Getränken und Snacks eingedeckt.
Der Weg startet mit steilen Steinstufen, die sich rasch durch dichten Bambus und Farnwälder schlängeln. Am Startpunkt und auch auf dem Weg begegnen dir immer wieder Schilder, Bänke und Symbole mit Elefanten, um dem Namen des Ziels "Elephant Mountain" gerecht zu werden.
Der Elephant Mountain (象山, Xiàngshān) trägt seinen Namen, weil die Form des Hügels an einen liegenden Elefanten erinnert.
Wenn man den Berg aus der Ferne betrachtet – besonders vom östlichen Teil Taipehs oder vom gegenüberliegenden Hügel aus – erkennt man deutlich, wie die Hügelkette an den Rücken und Kopf eines Elefanten erinnert, der in Richtung Stadt „blickt“.
Diese Hügelkette gehört übrigens zu den sogenannten „Vier Biestbergen“ (四獸山, Sì Shòu Shān) rund um Taipeh:
Gemeinsam bilden sie ein kleines Wandergebiet im Osten der Stadt. Jeder „Berg“ ist nach einem Tier aus der chinesischen Mythologie benannt, das für Kraft, Ausdauer und Schutz steht. Der Elefant symbolisiert dabei Stärke, Weisheit und Stabilität – Eigenschaften, die im Daoismus und Buddhismus besonders geschätzt werden.
Nach etwa 10 Minuten Aufstieg erreichst du die erste Aussichtsplattform – hier gibt es bereits einen schönen Blick auf den Taipei 101.
Aber geh auf jeden Fall noch weiter, da dich noch ein besonderer Fotospot erwartet.
Nur fünf Minuten weiter gelangst du zu den ikonischen sechs Granitfelsen, auf die man über eingearbeitete Trittstufen klettern kann. Von hier entstehen die beliebtesten Selfies der Stadt – mit dir auf dem Felsen und dem Taipei 101 direkt dahinter.
Wenn die zu fotografierende Person im Vordergrund auf einem Felsen sein soll, dann empfehle ich dir folgendes: Die 1. Person steigt auf einen Felsen weiter vorne und die fotografierende Person steigt weiter hinten auf einen der letzten und höher gelegenen Felsen rechts vom Weg. Wir sind erst an diesem Felsen vorbeigelaufen, ehe wir erkannt haben, dass man sehr gut auf diesen steigen kann, um die Person weiter vorne mit der Skyline Taipehs im Hintergrund zu fotografieren.
An unserem Tag waren kaum andere Touristen vor Ort, sodass wir uns Zeit beim Fotografieren nehmen konnten. Wahrscheinlich lag es an dem eher trüben Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein habe ich schon Fotos mit meterlangen Warteschlangen für dieses eine Foto gesehen.
Ein paar Stufen höher liegt die zweite Plattform mit Pavillon und Trinkbrunnen. Hier ist der Ausblick noch beeindruckender: Du siehst nicht nur Taipehs Skyline, sondern auch die umliegenden Berge wie Guanyinshan und Qixing Shan.
Nach etwa 20 Minuten erreichst du den Gipfel mit Holzschild und Herzrahmen – ein beliebter Fotospot für Paare.
Wer mag, kann weiter zur kleinen Rundstrecke gehen, die über den Yixiantian-Pfad („Ein Faden Himmel“) führt – eine schmale Passage zwischen zwei Felsen. Anschließend führt der Weg zurück Richtung Stadt.
Der Weg ist gut beleuchtet und sicher, auch bei Dunkelheit – perfekt für eine spontane Abendwanderung.
Nach der Wanderung auf den Elephant Mountain (Xiangshan) gibt es kaum einen besseren Ort, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen, als im berühmten Din Tai Fung. In Taipeh gibt es mehrere Lokale dieser Kette. Wir waren im Din Tai Fung Fuxing Restaurant (鼎泰豐 復興店), welches im Untergeschoss der SOGO-Fuxing-Mall liegt. Den Standort haben wir oben in der Karte markiert. Das mehrfach prämierte Lokal ist eine echte Institution in Taipeh – berühmt für seine handgefertigten Xiaolongbao (Suppenknödel), die inzwischen Kultstatus genießen.
Vor dem Eingang kannst du ein Selfie mit einem überdimensional großen Xiaolongbao schießen und dich dann am Empfangsschalter anmelden. Dort bekommst du eine Nummer, die auf einem großen Bildschirm im Wartebereich angezeigt wird. Das System erinnert fast an eine Behörde – nur deutlich angenehmer. Während man auf seinen Platz im Restaurant wartet, kann man online übers Handy bereits seine Bestellung aufgeben, damit die Küche sofort loslegen kann, sobald man am Tisch sitzt. Auch Nachbestellungen sind später digital möglich – schnell, unkompliziert und typisch Din Tai Fung: perfekt organisiert.
Während der Wartezeit lohnt sich ein kleiner Spaziergang durch die angeschlossene SOGO-Fuxing-Mall. Hier kann man liebevoll gestaltete taiwanesische Geschenkideen, hochwertige Tees und hübsche Mitbringsel entdecken – ideal, um die Zeit angenehm zu überbrücken.
Ein echtes Highlight erwartet Besucher schon draußen vor dem Restaurant: Hinter einer großen Glaswand kann man den Köchinnen und Köchen bei der Arbeit zusehen. In akribischer Präzision werden dort die berühmten Dumplings gefaltet – jede mit exakt 18 feinen Falten, wie es die Tradition verlangt. Es ist faszinierend, die eingespielten Handgriffe zu beobachten und zu sehen, mit welcher Hingabe jedes Gericht entsteht.
Sobald man an der Reihe ist, wird man freundlich zu seinem Tisch begleitet. Rucksäcke und Taschen kommen in eine eigene Stoffhülle neben den Tisch – praktisch und ordentlich. Zur Begrüßung gibt es eine Tasse heißen Tee, die sofort für Entspannung sorgt und den Start in den kulinarischen Abend perfekt macht.
Die Speisekarte ist eine Hommage an die feine taiwanesische Küche, u.a.:
Alles wird frisch, präzise und mit einer beeindruckenden Liebe zum Detail serviert – ganz so, wie man es von einem Weltklasse-Restaurant aus Taiwan erwartet.
Nach einem Tag voller Eindrücke auf dem Elephant Mountain ist ein Abend im Din Tai Fung Fuxing der perfekte Abschluss: eine Mischung aus kulinarischer Perfektion, entspannter Atmosphäre und einem Hauch von Luxus – typisch Taipeh.
Obwohl wir sehr gut im Din Tai Fung gegessen haben, konnten wir bei einem kleinen mobilen Geschäft direkt vor der Mall nicht widerstehen und Mochis kaufen. Diese fanden wir schon in Japan super lecker und es geht doch nichts über einen kleinen Wegesnack am Abend auf dem Weg zum Hotel.