Paris von oben zu sehen, ist für uns jedes Mal etwas Besonderes. Plötzlich wirkt die französische Hauptstadt ganz anders: Die endlosen Dächer, die großen Boulevards und die vielen bekannten Sehenswürdigkeiten ergeben von oben ein faszinierendes Gesamtbild. Und wer genauer hinschaut, kann sogar entdecken, wo sich Eiffelturm, Sacré-Cœur, Arc de Triomphe oder Notre-Dame im Häusermeer verstecken.
Da unsere Flusskreuzfahrt auf der Seine mit Thurgau Travel ziemlich zentral in Paris begann und auch endete, wollen wir euch hier unsere liebsten Aussichtspunkte in Paris zeigen. Natürlich denkt man bei Paris und Aussicht zuerst an den Eiffelturm. Doch der ist längst nicht der einzige Ort, an dem ihr einen fantastischen Blick über die Dächer der Stadt genießen könnt. Einige Aussichtspunkte sind sogar kostenlos.
Das außergewöhnlich harmonische Stadtbild verdankt Paris übrigens zu einem großen Teil den weitreichenden Umbauten unter Baron Haussmann von 1853 bis 1870. Aus der mittelalterlich geprägten Stadt mit ihren engen Gassen entstand eine moderne Metropole mit breiten Boulevards und einem bis heute erstaunlich einheitlichen Stadtbild.
Unsere Seine-Flusskreuzfahrt startete zwar in Paris, aber wir wollten nicht einfach am Einschiffungstag in die französische Hauptstadt kommen und direkt aufs Schiff gehen. Deshalb waren wir bereits ein paar Tage vorher in Paris und hatten so ausreichend Zeit, die Stadt ganz entspannt zu erkunden und einige unserer Lieblingsorte neu zu entdecken.
Unser Zuhause für die ersten Tage war das Eklo Paris Porte de Versailles* in Vanves, direkt vor den Toren des 15. Arrondissements. Das Hotel liegt zwar nicht mitten im Pariser Zentrum, ist aber sehr gut an das öffentliche Verkehrsnetz (Bus und Metro) angebunden. Die Metrostation Porte de Versailles ist etwa zehn Gehminuten entfernt, von dort bringt uns die Linie 12 schnell ins Zentrum. Auch die Linie 13 ab Malakoff – Plateau de Vanves ist gut erreichbar.
Für uns war die Lage deshalb eine gute Mischung: außerhalb des ganz großen Trubels wohnen, aber trotzdem schnell mitten in Paris sein. Besonders praktisch ist außerdem die Nähe zum Parc André-Citroën, wo auch unsere Seine-Flusskreuzfahrt ein paar Tage später startete.
Ein absolutes Highlight unseres Aufenthalts befindet sich direkt im Hotel: das French Kiss auf dem Rooftop im neunten und damit obersten Stockwerk. Und der Name ist tatsächlich Programm – von der Terrasse haben wir einen direkten Panoramablick auf den Eiffelturm. Hier lassen wir einen Abend bei französischer Küche und einem Cocktail ausklingen. Auf der Speisekarte stehen unter anderem klassische französische Gerichte und saisonale Speisen, aber auch unkomplizierte Snacks und vegetarische Optionen.
Besonders schön wird es am Abend: Während Paris langsam dunkel wird, beginnt der Eiffelturm zu leuchten. Als schließlich seine Lichtshow einsetzt und er zur vollen Stunde funkelt, sitzen wir einfach da, schauen hinüber und können kaum glauben, dass wir diesen Ausblick direkt von unserem Hotel genießen. Mehr Paris-Feeling geht für uns zum Auftakt unserer Reise eigentlich kaum.
Im Sommer war auch ein Teil der Außenterrasse am Abend geöffnet – perfekt, um mit einem Getränk in der Hand den Blick auf die beleuchtete und später glitzernde Silhouette des Eiffelturms zu genießen. Das French Kiss ist damit nicht nur ein Restaurant für Hotelgäste, sondern für uns auch ein richtig schöner Rooftop-Spot mit Eiffelturm-Blick.
Gerade weil wir einige Tage vor unserer Seine-Flusskreuzfahrt in Paris verbringen, gefällt uns diese Kombination ausgesprochen gut: tagsüber die Stadt entdecken und abends entspannt bei französischem Essen und einem fantastischen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt den Tag ausklingen lassen.
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Bevor wir unsere Seine-Flusskreuzfahrt beginnen, spazieren wir noch durch den Parc André-Citroën im 15. Arrondissement, denn unser Schiff MS Swiss Pearl legt direkt neben dem Park an. Kaum zu glauben, dass sich auf dem weitläufigen Gelände früher das berühmte Citroën-Autowerk befand. Heute erwartet uns stattdessen eine moderne Parkanlage mit großzügigen Rasenflächen, Wasserspielen, gepflegten Gärten und vielen schattigen Sitzgelegenheiten. Vor allem an sonnigen Tagen ist der Park ein beliebter Treffpunkt für Einheimische, die hier entspannen, picknicken oder einfach die Ruhe genießen.
Besonders schmunzeln müssen wir, als wir zwei lebensgroße Citroën-Klassiker aus Weidengeflecht entdecken. Die grün bewachsenen Skulpturen zeigen einen Citroën 2CV („Ente“) und einen Citroën DS – zwei echte Ikonen der französischen Automobilgeschichte und ein schönes Fotomotiv im Park.
Schon von Weitem fällt uns außerdem das bekannteste Wahrzeichen des Parks ins Auge: der Ballon de Paris Generali. Der riesige Fesselballon steigt – abhängig von Wetter und Wind – auf bis zu 150 Meter Höhe und zählt zu den außergewöhnlichsten Aussichtsmöglichkeiten der französischen Hauptstadt. Auch wenn wir selbst nicht mit dem Ballon gefahren sind, ist er schon vom Boden aus ein echter Blickfang und verleiht dem Park eine ganz besondere Atmosphäre.
Eine Besonderheit: Der Ballon dient nicht nur als Attraktion für Besucher*innen, sondern auch als Messstation für die Luftqualität in Paris. Seine Beleuchtung zeigt an, wie sauber oder belastet die Luft aktuell ist – eine spannende Verbindung von Technik, Umweltbewusstsein und Freizeitangebot. Da der Ballon bei zu starkem Wind nicht aufsteigt, schau am besten vorher auf die Webseite, um zu schauen, ob er aktuell fliegt.
Wer nach dem Sightseeing in Paris eine kleine Auszeit im Grünen sucht, findet im Parc André-Citroën einen angenehm ruhigen Ort abseits der bekannten Touristenmagnete. Gerade in Kombination mit einem Spaziergang entlang der Seine lässt sich hier die französische Hauptstadt noch einmal von einer ganz anderen Seite erleben.
Wer Paris einmal aus einer ganz anderen Perspektive sehen möchte, sollte sich die Aussichtsplattform des Montparnasse-Turms (hier Infos zu Öffnungszeiten und Preisen) anschauen. Der Turm gehört zu den höchsten Gebäuden der Stadt und bietet einen beeindruckenden Rundumblick über Paris und weit darüber hinaus.
Besonders schön finden wir, dass ihr hier den Eiffelturm selbst im Panorama habt. Auch der Arc de Triomphe und die weiße Kuppel von Sacré-Cœur lassen sich von hier oben entdecken. Gerade für Fotos ist das ein großer Vorteil: Ihr könnt Paris genießen und habt gleichzeitig eines seiner berühmtesten Wahrzeichen mit im Bild. Der Eiffelturm liegt nur wenige Kilometer entfernt.
Ein weiterer Pluspunkt gegenüber dem Eiffelturm sind die Aussichtssituation und meist kürzeren Wartezeiten. Allerdings finden Stand August 2026 umfassende Restaurierungsarbeiten am Montparnasse-Turm statt, sodass die Aussichtsplattform geschlossen ist. Das solltet ihr bei eurer Planung berücksichtigen und prüfen, wann der Turm wieder geöffnet ist.
Unser Tipp: Wer vor allem den Eiffelturm fotografieren und nicht unbedingt selbst auf ihm stehen möchte, bekommt vom Montparnasse-Turm eine fantastische Perspektive.
Natürlich darf der Eiffelturm in unserer Liste der besten Aussichtspunkte in Paris nicht fehlen. Mit seinen 324 Metern ist er nicht nur eines der bekanntesten Wahrzeichen Frankreichs, sondern bietet natürlich auch einen spektakulären Blick über die Stadt. Er wurde zur Weltausstellung von 1889 errichtet und nach seinem Erbauer Gustave Eiffel benannt.
Das Besondere am Eiffelturm: Hier erlebt ihr nicht nur die Aussicht, sondern gleichzeitig das Wahrzeichen selbst. Auf verschiedenen Ebenen gibt es Restaurants und weitere Angebote. Besonders bekannt ist das Restaurant Jules Verne auf der zweiten Etage.
Und doch muss man nicht zwingend auf den Eiffelturm, um einen tollen Blick auf ihn zu bekommen. Gerade für Fotos finden wir es oft spannender, das Wahrzeichen selbst im Mittelpunkt zu haben.
Wer den Eiffelturm fotografieren möchte, hat in Paris unzählige Möglichkeiten. Bei unserer Seine-Flusskreuzfahrt konnten wir ihn sogar direkt vom Schiff aus zusammen mit der kleinen Freiheitsstatue erleben – eine besonders schöne Perspektive vom Wasser aus.
Auch die Pont Mirabeau, die Pont de Bir-Hakeim, das Seine-Ufer an der Pont de Grenelle und der Quai André-Citroën bieten interessante Perspektiven auf den Turm. Besonders schön finden wir den Blick auf den Eiffelturm von der Rue de l'Université, wenn er zwischen den Häusern auftaucht – mitten im Pariser Stadtbild.
Für eine entspannte Variante könnt ihr euch einfach mit einer Decke in den Jardin de la Tour Eiffel setzen und den Eiffelturm aus der Nähe beobachten.
Auch nach Sonnenuntergang lohnt sich der Blick zum Eiffelturm. Die goldene Beleuchtung beginnt etwa zehn Minuten nach Sonnenuntergang. Zusätzlich funkelt der Turm ab Einbruch der Dunkelheit jeweils in den ersten fünf Minuten jeder vollen Stunde.
Das ist einer dieser Paris-Momente, die man wahrscheinlich nie vergisst.
Der Arc de Triomphe gehört für uns ohnehin zu einem Paris-Besuch dazu. Es ist spannend, von der Seite zu beobachten wie die zahlreichen Autos (von der Ente bis zum Ferrari) auf der mehrspurigen Fahrbahn, um den Triumphbogen fahren. Wer die 284 Stufen nach oben auf sich nimmt, bekommt zusätzlich einen tollen Aussichtspunkt serviert. Beim Aufstieg gibt es Ebenen zum Verschnaufen und Hinsetzen und multimediale Informationen zur Geschichte des Triumphbogens.
Von der Dachterrasse liegt euch der berühmte Place Charles-de-Gaulle mit seinem chaotisch wirkenden Verkehrsfluss zu Füßen. Gleichzeitig befindet ihr euch genau auf der historischen Achse von Paris. In östlicher Richtung zieht sich die Sicht über die Champs-Élysées, den Jardin des Tuileries und den Louvre; in westlicher Richtung reicht sie bis zum modernen Geschäftsviertel La Défense und seinem modernen Triumphbogen (Grande Arche).
Wir waren zum Sonnenuntergang auf dem Arc de Triomphe – und können diese Tageszeit nur empfehlen. Besonders schön wird es, wenn der Eiffelturm zur vollen Stunde zu glitzern beginnt und sich fast alle Besucher zur Aussicht auf das Wahrzeichen orientieren.
Unser Tipp: Für den Besuch solltet ihr euch vorher online ein Ticket für ein bestimmtes Zeitfenster sichern (Tickets hier buchen)
Dass die Galeries Lafayette nicht nur für Shoppingfans interessant sind, ist spätestens beim Blick nach oben klar. Das berühmte Kaufhaus beeindruckt vor allem mit seiner spektakulären Jugendstil-Glaskuppel, unter der sich mehrere Etagen mit Mode, Beauty und zahlreichen Geschäften erstrecken.
Und dann gibt es noch den Glasswalk: Einen gläsernen Steg im Inneren des Kaufhauses, von dem ihr direkt in die imposante Halle unter der Kuppel hinunterblickt. Der Zugang ist kostenlos, allerdings müsst ihr dafür vorab online ein Zeitfenster reservieren (hier Platz buchen), damit man für ca. 5 Minuten auf den Glasswalk darf.
Noch besser für alle, die eigentlich gar nicht shoppen möchten: Ganz oben wartet eine kostenlose Dachterrasse mit einem schönen Blick über Paris. Von hier könnt ihr zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus der Vogelperspektive entdecken.
Unser Tipp: Die Galeries Lafayette sind perfekt, wenn ihr einen Aussichtspunkt sucht, der kostenlos ist und sich wunderbar mit einem Besuch der Pariser Innenstadt verbinden lässt. Die Opéra Garnier ist ganz in der Nähe und eine Führung zeigt euch das beeindruckende Interieur dieses Gebäudes.
Kaum ein Ort verbindet Paris und Aussicht so selbstverständlich wie der Montmartre. Schon der Vorplatz der strahlend weißen Basilika Sacré-Cœur bietet einen fantastischen Blick über die Stadt. Die Kirche liegt rund 130 Meter über Paris und ist damit schon von Weitem ein markanter Orientierungspunkt.
Der Weg nach oben ist allerdings durchaus sportlich: 237 Stufen führen zur Kirche. Oben angekommen könnt ihr euch auf den Treppen niederlassen und den Blick über die Dächer von Paris schweifen lassen. Wer nicht zu Fuß gehen möchte, kann die Standseilbahn (Funiculaire de Montmartre) nutzen.
Wer die Kuppel der Sacré-Cœur besteigen möchte, sollte wissen, dass sich der Zugang nicht im Inneren der Basilika, sondern seitlich an der linken Seite des Gebäudes befindet. Folgt einfach der Beschilderung rund um die Basilika – so müsst ihr euch auch nicht in die Warteschlange am Haupteingang der Kirche einreihen.
Tickets für die Kuppel können derzeit nicht vorab online gebucht werden. Der Eintritt wird direkt vor Ort am Eingang bezahlt und kostet 8 € für Erwachsene beziehungsweise 6 € für Kinder von 4 bis 16 Jahren (Stand: 09/2026).
Wichtig für eure Planung: Die Kuppel schließt früher als die Basilika selbst. Schaut deshalb unbedingt vor eurem Besuch auf die aktuellen Öffnungszeiten der Kuppel, da diese je nach Saison variieren können. Auch die Öffnungszeiten der Kirche selbst ändern sich zwischen Sommer- und Wintersaison.
Über eine schmale Wendeltreppe geht es weiter nach oben – dafür wartet ein beeindruckender Rundumblick über die französische Hauptstadt.
Die weiße Fassade der Basilika verdankt ihr Aussehen einem besonderen Stein, der bei Kontakt mit Regenwasser seine helle Oberfläche bewahrt. Auch das Innere ist sehenswert, unter anderem wegen des gewaltigen Mosaiks im Deckengewölbe. Der Eintritt ins Innere der Kirche ist frei. Da man am Eingang durch eine Sicherheitskontrolle muss, entsteht meist eine längere Warteschlange. Lass dich davon nicht abschrecken. Wir fanden, dass die Kontrolle am Eingang sehr schnell ging und haben vielleicht 5 Minuten gewartet.
Unser Tipp: Kombiniert den Besuch von Sacré-Cœur mit einem Spaziergang durch Montmartre, mit seinen berühmten Treppen und schönen Cafés. So habt ihr gleich mehrere völlig unterschiedliche Perspektiven auf Paris.
Das Centre Pompidou ist schon wegen seiner außergewöhnlichen Architektur kaum zu übersehen. Das Kulturzentrum im 4. Arrondissement beherbergt unter anderem ein Museum für moderne Kunst und eine Bibliothek. Besonders für alle, die sich nicht unbedingt für Kunst interessieren, lohnt sich aber der Blick in die sechste Etage.
Dort befindet sich die sogenannte Panoramaetage. Von hier oben habt ihr einen tollen Blick auf das Zentrum von Paris. Besonders spannend ist die Perspektive auf Basilika Sacré-Cœur sowie den Eiffelturm. So könnt ihr einen Museumsbesuch gleich mit einem Aussichtserlebnis verbinden – und bekommt Paris aus einer Perspektive zu sehen, die sich deutlich von den klassischen Aussichtspunkten unterscheidet.
Hinweis: Im Herbst 2025 begann in dem 1977 von den Architekten Renzo Piano und Richard Rogers erbauten Gebäude eine umfangreiche Renovierungsphase. 2030 wird es wieder seine Türen für die Öffentlichkeit öffnen.
Eine etwas andere Möglichkeit, Paris von oben beziehungsweise aus erhöhter Perspektive zu betrachten, bietet die Terrasse des Cafés im Louvre auf der ersten Etage. Hier verbindet sich der Blick über die Umgebung mit der eindrucksvollen Architektur des ehemaligen Königspalastes.
Besonders am Abend kann die Atmosphäre schön sein, wenn die umliegenden Gebäude beleuchtet sind. Ein kleiner Haken: Bei sehr heißem Wetter kann es vorkommen, dass die Wasserbecken am Louvre nicht gefüllt sind und damit die beliebten Spiegelungen fehlen.
Nicht jeder tolle Blick über Paris erfordert Eintritt oder hunderte Stufen. Die Pont Neuf zeigt das sehr eindrucksvoll. Die älteste Brücke von Paris führt an der Spitze der Île de la Cité über die Seine und bietet eine wunderschöne Perspektive auf den Fluss und die umliegende Innenstadt.
Alternativ könnt ihr noch ein Stück weiter zum kleinen Square du Vert-Galant an der Spitze der Insel spazieren. Von dort lässt sich Paris besonders entspannt vom Wasser aus beobachten.
Je nach Standort entdeckt ihr die Pont des Arts, den Louvre, den Grand und Petit Palais, das Riesenrad am Place de la Concorde oder sogar die Spitze des Arc de Triomphe. Bei klarer Sicht reicht der Blick sogar bis nach La Défense.
Den Eiffelturm seht ihr von hier allerdings nicht – dafür müsst ihr euch entlang der Seine in Richtung Louvre bewegen.
Unser Schiff legt ganz in der Nähe des Parc André-Citroën im 15. Arrondissement an und ist für uns mit der Tram wunderbar zu erreichen. Viele Gäste haben ein Anreisepaket gebucht und kommen bequem mit einem Transferbus direkt vom Flughafen zum Anleger.
Ab 14:00 Uhr ist der Kabinenbezug möglich. Wir werden sehr herzlich von Michael Kaufmann, dem Cruise Director Thurgau Travel, in Empfang genommen. Das Tagesprogramm wird auf einem großen Bildschirm an der Rezeption angezeigt. In ausgedruckter Form ist es auch bei Michael erhältlich und informiert über den weiteren Tag.
Nachdem wir unsere Kabine bezogen haben, statten wir Maître Lucian einen Besuch ab. Bei ihm nimmt man die Tischplatzreservierung für die Reise vor. Im Hauptrestaurant gibt es meist 6er-Tische und man hat für die gesamte Reise einen festen Tisch im Restaurant. Wir sitzen zusammen mit zwei sehr netten Ehepaaren aus der Schweiz und aus Deutschland, die bereits unglaubliche 51 bzw. 53 Jahre verheiratet sind, wie wir beim ersten gemeinsamen Abendessen erfahren.
Am späten Nachmittag heißt es endlich „Leinen los!“. Mit einer kleinen Verspätung verlassen wir nach 16:30 Uhr unseren Liegeplatz in Paris und starten voller Vorfreude in unsere achttägige Seine-Flusskreuzfahrt durch die Normandie (ausführliche Schiffsbeschreibung findet ihr in diesem Blogartikel).
Während der Fahrt durch die französische Hauptstadt bleibt das Sonnendeck allerdings geschlossen. Der Grund dafür wird schnell deutlich: Auf den ersten Kilometern unterqueren wir zahlreiche niedrige Brücken, sodass aus Sicherheitsgründen niemand das oberste Deck betreten darf. Das schmälert die Vorfreude jedoch keineswegs. Vom kleinen Außenbereich am Bug, von den Seitendecks oder direkt aus unserer Kabine beobachten wir, wie die Seine langsam an den berühmten Sehenswürdigkeiten von Paris vorbeiführt.
Ein besonderes Highlight erwartet uns kurz nach dem Ablegen. Da die MS Swiss Pearl zunächst wenden muss, passieren wir die elegante Pont Mirabeau. Von hier eröffnet sich ein wunderschöner Blick auf die kleine Freiheitsstatue auf der Île aux Cygnes, während im Hintergrund der Eiffelturm über den Dächern von Paris emporragt – ein unvergesslicher Anblick und ein perfekter Auftakt unserer Reise.
Je weiter wir die Stadt hinter uns lassen, desto ruhiger wird das Bild entlang der Seine. Zahlreiche individuell gestaltete Hausboote säumen das Ufer und vermitteln einen Eindruck vom Leben auf dem Wasser. Nach der ersten Schleuse verändert sich die Kulisse schließlich völlig. Am Horizont ragen die gläsernen Hochhäuser von La Défense, Europas größtem Geschäftsviertel, in den Himmel. Der Kontrast zwischen den historischen Wahrzeichen im Herzen von Paris und der modernen Skyline könnte kaum größer sein und macht den Beginn unserer Flusskreuzfahrt besonders abwechslungsreich.
Schon in den ersten Stunden wird uns bewusst, wie reizvoll eine Reise auf der Seine ist. Statt die Stadt nur von ihren Straßen aus zu erleben, eröffnet sich vom Wasser eine ganz neue Perspektive – entschleunigt, überraschend und voller besonderer Ausblicke. Genau so hatten wir uns den Start unserer Seine-Flusskreuzfahrt vorgestellt.
Nachdem wir Paris langsam hinter uns gelassen haben, beginnt für uns nun das eigentliche Kreuzfahrtgefühl. Zur Einstimmung stoßen wir in der Panorama-Lounge mit einem erfrischenden Tagescocktail beziehungsweise einem Aperol Spritz auf die kommenden Tage an. Während draußen die Seine gemächlich vorbeizieht, wächst die Vorfreude auf die bevorstehenden Erlebnisse in der Normandie.
Am frühen Abend (18:00 Uhr) findet zunächst die obligatorische Sicherheitseinweisung statt, bevor wir die Crew inklusive Kapitän Ludovic Mortera kennenlernen und einen ersten Überblick über unsere Route erhalten. Besonders gut gefällt uns anschließend das tägliche Hafengespräch. Hier stellt Cruise Director Michael die Ausflüge und das Programm des nächsten Tages vor. Jede Ausgabe beginnt mit einer französischen Melodie – an unserem ersten Abend erklingt „À Paris“ von Yves Montand. Sofort stellt sich das Gefühl ein, dass unsere Reise nun wirklich begonnen hat.
Anschließend nehmen wir im Restaurant Platz und genießen unser erstes mehrgängiges Abendessen an Bord der MS Swiss Pearl. Schnell kommen wir mit unseren Tischnachbarn ins Gespräch und tauschen uns über Reiseerfahrungen und die Vorfreude auf die kommenden Tage aus. Genau diese ungezwungene Atmosphäre macht für uns den besonderen Reiz einer Flusskreuzfahrt aus.
Später öffnet das Sonnendeck wieder seine Türen. Während Bordmusiker Jonathan den Abend musikalisch begleitet, machen wir es uns draußen gemütlich und spielen noch eine Runde Schach. Die Skyline von Paris ist längst verschwunden. Stattdessen gleitet unser Schiff durch eine immer grünere Flusslandschaft, während langsam die Dämmerung einsetzt. Kurz vor Mitternacht erreichen wir schließlich Conflans-Sainte-Honorine, wo wir die erste ruhige Nacht an Bord verbringen – gespannt darauf, was uns am nächsten Morgen erwartet.
Unsere Flusskreuzfahrt auf der MS Swiss Pearl mit Thurgau Travel führte uns für 8 Tage ab der Metropole Paris entlang der Seine zu den Highlights der Normandie. Start der Reise ist in Paris, weiter über Conflans-Sainte-Honorine mit einem Ausflug in das Künstlerdorf Auvers-sur-Oise, die Hafenstadt Rouen mit wunderschönen Fachwerkhäusern und einer beeindruckenden Lichtershow bei der Kathedrale, Le Havre mit Ausflug in das bezaubernde Honfleur und an die spektakuläre Küste von Étretat, unterwegs auf der Straße der Klöster und zum Schloss La Roche-Guyon in der Nähe von Vernon. Unsere Reise endet wieder in Paris. Die Seine ist mit 777 Kilometern einer der bedeutendsten Flüsse Frankreichs. Sie entspringt in der Region Bourgogne-Franche-Comté und mündet bei Le Havre in den Ärmelkanal.
Hier findest du unsere bisherigen Artikel zur Reise:
1. Reisetag ➡️ Das Schiff MS Swiss Pearl & die Route unserer Flusskreuzfahrt auf der Seine
1. Reisetag ➡️ Paris - Die 10 besten Aussichtspunkte
2. Reisetag ➡️ Künstlerdorf Auvers-sur-Oise – auf den Spuren von Vincent van Gogh
3. Reisetag ➡️ Rouen: Die schönsten Sehenswürdigkeiten & Tipps für die historische Altstadt